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Was taugt die neue 5:2 Diät?

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Anhänger der sogenannten 5:2 Diät behaupten, diese Ernährungsweise sei eine einfache Möglichkeit, rund 1 kg Gewicht pro Woche zu verlieren. Doch funktioniert die Diät wirklich?

Die neue und besonders in den USA in letzter Zeit sehr populäre 5:2 Diät ist eine Variante des intermittierenden Fastens, bei dem ständig, in einem bestimmten Rhythmus, zwischen Zeiten der normalen Nahrungsaufnahme und des Fastens gewechselt wird.

Bei der 5:2 Diät isst man an fünf Tagen die Woche normal und fastet an zwei Tagen. Man isst also nicht grundsätzlich weniger Kalorien, sondern nur an zwei Tagen.

An den zwei nicht aufeinander folgenden Fastentagen (zum Beispiel montags nach dem genussvollen Wochenende und donnerstags vor dem Beginn des Wochenendes) nimmt man jeweils nicht mehr als 500 oder 600 Kalorien zu sich. (Dies sind zum Beispiel ein gekochtes Ei (155 Kalorien) und Grapefruitsaft zum Frühstück sowie ein leichtes Abendessen.)

Doch was passiert beim Fasten im Körper eigentlich?

Wenn man fastet fehlt dem Körper die übliche Quelle für Energie (Nahrung) – nachdem die Glukose im Blut aufgebraucht ist, greift der Körper auf die gespeicherte Glukose zurück (in Form von komplexen Kohlenhydrat-Molekülen namens Glykogen). Und wenn schließlich auch diese gespeicherte Glukose aufgebraucht ist, greift der Körper auf Fettreserven zurück, was sich letztlich in einer Gewichtsreduktion bemerkbar macht.

Positiven Effekte

Doch die Gewichtsreduktion ist nicht der einzige positive Effekt. Intermittierendes Fasten soll die Werte des „guten Cholesterins“ steigern und die des „schlechten Cholesterins“ senken können. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass intermittierendes Fasten dazu führt, dass der Blutzuckerspiegel grundsätzlich effektiver gesenkt wird. Darüber hinaus werden die nach dem Fasten konsumierten Lebensmittel zur Fettverbrennung und Aufbau von Muskeln verwendet.

Nicht zuletzt soll Fasten das Herz-Kreislauf-System verbessern, die Zellumsatzrate (Erneuerung der Zellen) beschleunigen und oxidativen Stress auf die Zellen reduzieren können.

m Gegensatz zum intermittierenden Fasten macht dauerhaftes Fasten wenig Sinn, weil der Körper in einen „Hunger-Modus“ schaltet, wobei der Stoffwechsel als in Reaktion auf die Verringerung der Kalorienzufuhr verlangsamt wird.

Die 5:2 Diät in der Praxis

Die Diät soll einfach sein – schließlich muss man nur an zwei Tagen die Woche auf die Ernährung achten und kann in der restlichen Zeit essen, was man will – soweit die Theorie.

Negativen Effekte

Doch in der Realität ist die Diät ist alles andere als einfach, vor allem zu Beginn. Man braucht nämlich eine gewisse Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Man muss sich daran gewöhnen, an den Fastentages sehr wenig zu essen und nicht immer an Essen zu denken. Zugegebenermaßen: Die Fastentage sind ist recht praktisch, wenn man reist – man braucht nicht zwischen Flug und Hotel ein (Schnell-)Restaurant oder eine Bar zu suchen, um etwas zu essen. Außerdem lenkt die ständige Abwechslung auf Reisen vom Hungergefühl ab.

Man muss sich aber auch daran gewöhnen, dass man nach dem Fastentag fast doppelt so viel isst wie an normalen Tages – vorzugsweise schmackhafte und ungesunde Speisen. Dass dies gesund ist, darf bezweifelt werden.

Anhänger der Diät sprechen von einer Gewöhnungsdauer von einigen Wochen. Die meisten, die die Diät aufgeben, tun dies in den ersten zwei Wochen. Die Anhänger der 5:2 Diät raten außerdem, mit dem Essenszeiten zu experimentieren, um herauszufinden, wann man weniger Hunger bekommt.

Doch es gibt noch ein weiteres Problem: An Fastentagen sinkt der Energielevel und man wird auch schlechtgelaunt und leicht reizbar. Hier empfehlen die Anhänger, an den Fastentagen etwas mehr oder nur Protein (statt Kohlenhydrate) zu essen.

Doch letztlich passt sich der Körper an und verliert in der tat Gewicht. Allerdings braucht man einiges an Disziplin, damit es klappt.


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